Neurodermitis

Nicht-medikamentöse Therapie

Hautpflege
  • nicht zu häufig baden oder duschen, die Haut trocknet dadurch zusätzlich  aus
  • Wassertemperatur nicht zu hoch ist (32°C bis 37°C), nicht länger als 10 Minuten
  • nur mit Wasser milde Waschseifen (Syndets, da hautfreundlichen pH-Wert)
  • medizinische Ölbäder haben sich bewährt, Haut wird am schonendsten gereinigt und es sorgt für eine Rückfettung. Hier gilt es herauszufinden, welches Pflegeprodukt individuell geeignet ist. Generell sollte der Fettanteil um so höher gewählt werden, je trockener die Haut ist. Beim Kauf einer Creme oder Waschemulsion ist zu dem immer auf die Deklaration der Inhaltsstoffe zu achten. Nur so lassen sich allergene Substanzen herausfinden. Cremes für empfindliche Haut enthalten außerdem nur geringe Parfümmengen.
Basispflege mit Basiscreme oder Salben
  • Harnstoffcremes
  • Fett-Feucht-Umschläge verschaffen der gereizten Haut Linderung. Dazu werden die betroffenen Hautstellen (etwa Arme, Handgelenke, Beine, Fußgelenke) zunächst mit einer Fettcreme eingecremt. Anschließend werden Verbandswickel in lauwarmem schwarzen Tee getränkt und auf die eingecremten Hautflächen gelegt. An Stelle von schwarzem Tee eignet sich auch eine (physiologische) 0,9%ige Kochsalzlösung.
Lichttherapie (Phototherapie)
  • Bei der Lichttherapie (Phototherapie) werden in erster Linie langwellige Lichtstrahlen genutzt, meist UV-A1. Das UVA1-Licht dringt bis in die tieferen Hautschichten ein und bewirkt eine Normalisierung des überschießenden Immunsystems. Das Wachstum der oberen Hautzellen wird gehemmt, so dass entzündliche Hautprozesse schneller abheilen. Eine Lichttherapie mit UV-A-Breitspektrum oder UV-A1-Strahlen (dieser langwellige Bereich zeichnet sich durch geringeres Sonnenbrandrisiko aus) zeigt bei Erwachsenen mit stark ausgeprägten Hautekzemen gute Erfolge.
  • Nachteil dieser Therapieform: vorzeitige Hautalterung und das Hautkrebsrisiko steigt.
    Bei Kindern unter 14 Jahren gilt diese Therapieform daher als ungeeignet. Auch bei Erwachsenen muss die Bestrahlung vorsichtig dosiert werden und bei Schwangeren ist gänzlich von dieser Behandlung abzuraten.
Reizklima
  • Klimatische Veränderungen können Neurodermitis positiv beeinflussen. Im besonderen Maße gilt dies für den Aufenthalt in einem sog. Reizklima, wie Hochgebirge (über1.500 m) oder Seeluft (Ost- oder Nordseeklima).
Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie)
  • Betroffene bekommen die allergieauslösende Substanz wiederholt in langsam steigernder Dosierung gespritzt oder können durch eine sublinguale Therapieform aufgenommen werden.